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Release Note

Relution Server 26.2

Wichtiger Hinweis für das Update: Wenn Sie aktuell noch eine ältere Version einsetzen, empfehlen wir Ihnen, zunächst auf Version 26.0.3 und anschließend erst auf Version 26.2 zu aktualisieren.

Relution

OneRoster-Integration

Relution 26.2 erweitert die Plattform um eine standardbasierte Integration für die OneRoster-API. Damit können schulische Verwaltungsdaten strukturiert angebunden und automatisiert in Relution synchronisiert werden.

Unterstützt werden folgende Daten:

  • Benutzer: Schüler und Lehrkräfte
  • Organisationen: Schulen und organisatorische Einheiten zur Abbildung in Relution
  • Klassen: Schulklassen und Gruppen, die als Relution-Kurse synchronisiert werden

Die Konfiguration erfolgt in Relution unter Einstellungen → OneRoster. Dort kann eine Verbindung zu einem OneRoster-kompatiblen System (z. B. Untis) angelegt werden. Die Konfiguration umfasst unter anderem Server-URL, Zugangsdaten sowie optionale Mapping-Einstellungen zur Zuordnung von Organisationseinheiten.

Für die Einrichtung stehen eine Testverbindung sowie eine Vorschau der importierten Daten zur Verfügung. Dabei werden Struktur und Umfang von Klassen, Kursen, Lehrkräften und Schülern vorab validiert. Der anschließende Synchronisationslauf erstellt bzw. aktualisiert die entsprechenden Objekte in Relution.

Die Integration reduziert den manuellen Pflegeaufwand in Schulumgebungen erheblich, da Benutzer- und Klassenstrukturen direkt aus dem führenden System übernommen und synchron gehalten werden.

Externes URL-Management in globalen Servereinstellungen

Die externe Server-URL kann mit diesem Release in den globalen Servereinstellungen von Relution direkt über die Benutzeroberfläche verwaltet werden. Bisher war dies ausschließlich über die application.yml möglich. Mit der neuen Funktion können berechtigte Nutzer mit der Permission „Manage External URL“ die URL nun anzeigen, ändern und speichern.

Die bestehende Konfiguration wird beim Start aus der application.yml übernommen und vorausgefüllt. Zusätzlich erfolgt eine Validierung, sodass nur gültige HTTPS-URLs gespeichert werden können. Damit entfällt die Abhängigkeit von statischen Konfigurationsdateien und die externe URL kann flexibel direkt im System gepflegt werden.

Verbesserte Versions Historie

Die Version Historie wurde erweitert und bietet eine visuelle Darstellung von Änderungen:

  • Grün: hinzugefügt
  • Rot: entfernt
  • Orange: geändert
  • Durchgestrichen: deaktiviert

Auch komplexe Änderungen (z. B. neue UUIDs) werden nachvollziehbar dargestellt. Eine Direktnavigation zwischen Versionen erleichtert den Vergleich und erhöht die Transparenz in komplexen Konfigurationen.

Android

Verbesserte Verwaltung nativer Apps

Mit diesem Release optimiert Relution die Verwaltung nativer Apps für Android. Installationszustände werden nun zuverlässiger berücksichtigt, wodurch App-Deployments gezielter gesteuert werden können. Bereits installierte Apps werden erkannt, sodass unnötige Neuinstallationen vermieden werden.

Wird eine nicht entfernbar konfigurierte App vom Benutzer gelöscht, stößt Relution automatisch eine erneute Installation an. Auch bei neuen Zuweisungen oder Updates wird geprüft, ob eine Installation erforderlich ist.

Das Ergebnis ist eine stabilere und effizientere App-Verteilung bei reduzierter Gerätebelastung.

Unterstützung für Anmeldedatenanbieter (Credential Provider)

Mit Version 26.2 erweitert Relution die Unterstützung für Android Enterprise um die Konfiguration von Credential Providern. Ein Credential Provider ist eine App oder ein Dienst, der Anmeldedaten für andere Anwendungen bereitstellt, beispielsweise eine Authenticator-App wie Microsoft Authenticator.

Ab Android 14 können Administratoren festlegen, welche Apps auf dem Gerät als Anmeldedatenanbieter verwendet werden dürfen. Das Verhalten lässt sich entweder zentral über Richtlinien (Policies) oder App-spezifisch über Managed App Richtlinie steuern.

Zusätzlich kann pro App definiert werden, ob diese als Credential Provider agieren darf. Dadurch wird eine feste Zuordnung eines Providers zu einer Anwendung ermöglicht. Unternehmen erhalten so eine granulare Kontrolle darüber, welche Anwendungen Passwörter, Passkeys und weitere Anmeldeinformationen verwalten dürfen.

Standard-App-Einstellungen

Mit Version 26.2 können **Standard-Apps (Default Applications) ** zentral definiert werden, z. B. für Browser, Telefonie, SMS, Wallet, Assistent oder Launcher. Pro Anwendungstyp kann eine priorisierte Liste hinterlegt werden. Die erste kompatible und installierte App wird automatisch als Standard gesetzt.

Hinweis: Sobald ein Anwendungstyp konfiguriert ist, können Benutzer keine eigenen Standard-Apps mehr festlegen. Die Verfügbarkeit hängt von Android-Version und Einschreibungstyp ab.

Neue Richtlinie: Geräte-Funkzustandssteuerung (DeviceRadioState)

Die neue Richtlinie DeviceRadioState ermöglicht die zentrale Steuerung von Funkverbindungen auf Android-Enterprise-Geräten.

Unterstützt werden u. a.:

  • WLAN-Status (ab Android 13)
  • Flugmodus
  • Ultra-Wideband (ab Android 14)
  • Mobilfunk 2G verbieten (ab Android 14)
  • minimales WLAN-Sicherheitsniveau
  • eSIM-Einstellungen

Damit lassen sich z. B. unsichere Verbindungen deaktivieren oder Kommunikationsschnittstellen gezielt einschränken.

Windows

Windows-Update-Status abrufen und anzeigen

Relution erweitert die Transparenz für Windows-Updates. Über den Windows Companion kann der Update-Status von Geräten zentral abgerufen und angezeigt werden.

Die Funktion „Fetch and display Windows Update status“ ruft Update-Daten aktiv vom Gerät ab. Angezeigt werden u. a. Titel, Beschreibung, Kategorie sowie Download-Status und ob es sich um ein Pflichtupdate handelt.

Der neue Bereich bietet eine zentrale Übersicht und bildet die Grundlage für zukünftige Erweiterungen im Update-Management.

Apple

Datenroaming-Steuerung für iOS

Mit Relution 26.2 können Administratoren die Datenroaming-Einstellungen auf iOS-Geräten zentral steuern. Über eine neue Geräteaktion lässt sich Datenroaming gezielt aktivieren oder deaktivieren, um beispielsweise ungewollte Kosten im Ausland zu vermeiden.

Technisches Changelog

Das Changelog zum Release finden Sie hier.

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