Relution Server 26.0
Neues Versionierungsschema
Ab 2026 verwendet Relution ein einheitliches Versionierungsschema für alle Apps, Services und Relution, um eine konsistente und klare Darstellung der Releases sicherzustellen. Künftig besteht die Versionsnummer aus der Jahreszahl und einer fortlaufenden Releasenummer und sorgt für klare, nachvollziehbare Releases.
Neue Plattformen: watchOS & visionOS
Um die Gerätevielfalt weiter zu erhöhen und flexibel auf Marktanforderungen reagieren zu können, unterstützt Relution ab sofort auch watchOS und visionOS und integriert beide Plattformen nahtlos in das bestehende MDM.
Für beide stehen alle zentralen Funktionen zur Verfügung, darunter automatische Einschreibung, Geräteinventar, Restriktionen, Konfigurationen (z. B. WLAN, Zertifikate, Passwortrichtlinien), App-Verwaltung und Geräteaktionen.
Administratoren können App-Konformität-Konfigurationen auf watchOS-Geräten erstellen, anwenden und entfernen – analog zu iOS, macOS und tvOS.
Apple Watches werden über ein verwaltetes iPhone gekoppelt und im neuen Tab „Gekoppelte Geräte“ angezeigt. Auch Änderungen an Apps, wie abweichende Bundle-Identifier, werden korrekt berücksichtigt.
AVV-Signierung
Ab sofort können Auftragsverarbeitungsverträge (AVV) nach Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) direkt in Relution selbst abgeschlossen werden. Für die Signierung stellt der Kunde die erforderlichen Informationen bereit, darunter den Notfallkontakt sowie Name und E-Mail-Adresse der unterzeichnenden Person.
Nach Eingabe der Daten kann eine Vertragsvorschau erzeugt und geprüft werden. Wird der Vertrag freigegeben, erfolgt die digitale Signatur. Anschließend erhalten sowohl Relution über den Lizenzserver als auch der Kunde eine Kopie des signierten Dokuments, die jederzeit heruntergeladen werden kann.
Bei Änderungen am Vertrag beginnt der Signierungsprozess erneut. Der Kunde hat zudem die Möglichkeit, ein Dokument über die Einstellungen zurückzuziehen. Relution speichert jedoch nachvollziehbar, welche Vertragsversion innerhalb eines bestimmten Zeitraums gültig war, um rechtliche Nachweise sicherzustellen.
Die Funktion ist standardmäßig aktiviert, kann jedoch bei Bedarf deaktiviert werden. Damit unterstützt Relution einen effizienten, transparenten und rechtskonformen Abschluss von Auftragsverarbeitungsverträgen zwischen der Relution GmbH und dem Kunden.
Gerätegruppen–Migration
Ab Relution Server 26.0 wird die Migration der Gerätegruppen beim Serverstart automatisch durchgeführt und aktiviert, sofern sie noch nicht erfolgt ist. Damit entfällt das direkte Zuweisen von Richtlinien an einzelne Geräte – Richtlinien werden künftig über Gerätegruppen zugewiesen.
Diese Änderung sorgt für eine einheitliche Verwaltung, vereinfachte Richtlinienvergabe und eine klar strukturierte Geräteorganisation. Es stehen Ihnen 2 Arten von Gerätegruppen zur Verfügung, statische und dynamische. Hier erfahren Sie mir zu den Gerätegruppen.
TeamViewer-Integration für Remote Support
Ab Relution Version 26.0 steht eine integrierte TeamViewer-Anbindung zur Verfügung, über die sich sichere Remote-Support-Sitzungen direkt aus Relution heraus starten lassen. Administratoren können damit verwaltete Endgeräte schneller und gezielter unterstützen – etwa bei Fehleranalysen, Konfigurationen oder technischen Problemen. Durch die direkte Bildschirmfreigabe während der Fernwartung gelingt die Diagnose deutlich effizienter, sodass Supportfälle schneller gelöst werden können.
Relution unterstützt zwei Lizenzmodelle:
- Bring Your Own Licence (BYOL) – eigene, bereits vorhandene TeamViewer-Lizenzen können einfach mit Relution verknüpft werden. Dies ist für Geräte der Betriebssysteme Android Enterprise, Windows, macOS und iOS (nur beaufsichtiger Modus) möglich.
- Relution Licence/ Enthaltene Lizenz – wer noch keine Lizenz besitzt, kann diese als Add-On direkt über Relution erwerben („Licence Included“). Die Abrechnung erfolgt komfortabel über Relution. Unterstütze Betriebssysteme sind Android Enterprise, Windows und macOS möglich – iOS befindet sich in der Entwicklung.
Sobald Ihr TeamViewer-Konto in den Fernwartungs-Einstellungen konfiguriert und die TeamViewer Host-App auf dem Gerät installiert wurde, können sowohl beaufsichtigte als auch unbeaufsichtigte Fernwartungssitzungen gestartet werden. Eine ausführliche Anleitung zur Geräteregistrierung, Einrichtung und Verteilung der TeamViewer Host App finden Sie hier: Eigene Lizenz und Enthaltene Lizenz.
Dank der Kooperation mit TeamViewer wird Remote Support jetzt deutlich einfacher, schneller und nahtlos in den Administrationsworkflow integriert.


Erweiterte Audit-Logs für Gerätekommunikation
Mit dieser Version wurde das AuditLog um sämtliche Geräte-Endpunkte erweitert. Damit wird nun auch die Kommunikation zwischen Geräten und dem Relution-Server vollständig im AuditLog erfasst. Administratoren und Security-Verantwortliche erhalten so deutlich mehr Transparenz über Änderungen und Aktivitäten, die direkt vom Gerät ausgehen.
Diese Erweiterung bietet einen wichtigen Mehrwert für sicherheitsrelevante Szenarien: Alle Änderungen, die vom Gerät initiiert werden, sind nun vollständig im AuditLog nachvollziehbar und unterstützen damit umfassende Compliance- und Security-Anforderungen.
Verbesserte Versionsübersicht für Richtlinien
Ab Relution Version 26.0 zeigt eine neue, ein- und ausblendbare Sidebar dauerhaft Version, Name und Status jeder Richtlinie an. Administratoren erhalten so jederzeit Transparenz und können Details wie Veröffentlichungsdatum und Beschreibung direkt einsehen.
Versionen lassen sich benennen, gezielt suchen, schnell wechseln und bei Bedarf wiederherstellen. Änderungen in der Historie sind jederzeit nachvollziehbar.
Erweiterte Zertifikatsoptionen für Windows
Mit Relution 26.0 wurde die Zertifikatskonfiguration für Windows deutlich erweitert. Neben der bisherigen festen Auswahl eines einzelnen Zertifikats stehen nun – analog zu iOS und macOS – alle drei Zertifikatsoptionen zur Verfügung: • Einzelauswahl eines Zertifikats • Nutzerzertifikate mit Typangabe • Zertifikatvorlagen
Damit können Administratoren Zertifikate nun auch unter Windows dynamisch zuweisen und flexibler verwalten, anstatt nur ein statisches Zertifikat auszuwählen. Dies sorgt für mehr Konsistenz über alle Plattformen hinweg und erleichtert die zentrale Zertifikatsverwaltung.
WinGet jetzt immer direkt nutzbar – automatische VC Redistributable-Installation
Bisher musste unter Umständen vor der Nutzung von WinGet das Microsoft VC Redistributable manuell installiert werden. Ab dieser Version übernimmt Relution in diesem Fall die Standardkonfiguration von WinGet und installiert die erforderliche Abhängigkeit automatisch.
Damit kann der WinGet Store direkt genutzt werden, ohne manuellen Aufwand. Sollte dennoch ein Problem auftreten, wird eine hilfreiche Fehlermeldung angezeigt.
Diese Änderung sorgt für eine zuverlässige und sofort einsatzbereite Nutzung von WinGet auf allen Windows-Geräten.
Parent App Update: Zeitbasierte App-Einschränkungen über die Parent App
Ab Relution Version 26.0 und Relution Parent App 26.0 können Eltern Apps ihrer Kinder gezielt zeitlich einschränken. Die Funktion ermöglicht es, mehrere Apps aus der Installierten-Apps-Übersicht auszuwählen und einzuschränken. Es stehen folgende Einschränkungsarten zur Verfügung:
- Vollständige Sperre / Freigabe: Die App bleibt gesperrt, bis die Parent App die Einschränkung entfernt oder Relution eine andere Richtlinie mit höherer Priorität anwendet (z. B. Unterrichtsmodus).
- Temporäre Sperre / Freigabe: Die App wird ab dem aktuellen Zeitpunkt bis zu einem festgelegten Endzeitpunkt gesperrt.
- Geplante Sperre / Freigabe: Die App wird an ausgewählten Wochentagen zu definierten Start- und Endzeiten gesperrt.
- Zusätzlich können vordefinierte Zeitplan-Profile verwendet werden, wo vollständige oder geplante Sperren / Freigaben hinterlegt werden können.
Die Parent App zeigt die Einschränkungen übersichtlich an und erlaubt deren Aktualisierung oder Wiederherstellung. In der Versionenhistorie lassen sich Änderungen nachvollziehen.
Die zeitbasierten Einschränkungen haben niedrigste Priorität, sodass andere Richtlinien wie Unterricht oder systemseitige Richtlinien Vorrang haben. Diese Funktion ist abwärtskompatibel zu älteren Server-Versionen.
Mit dieser Erweiterung können Eltern die App-Nutzung flexibel, situationsgerecht und transparent steuern, während die Verwaltung durch Administratoren weiterhin effizient bleibt.
Relution Files App jetzt für Android Enterprise verfügbar
Mit Relution Version 26.0 steht die Relution Files App erstmals für Android Enterprise zur Verfügung. Wie von iOS bekannt, werden SMB- und WebDAV-Freigaben unterstützt und können zentral über die File-Share-Konfiguration im Relution Admin Portal verwaltet werden.
Die Relution Files App ermöglicht den sicheren Zugriff auf lokale Dateifreigaben und eignet sich besonders für Unternehmen und Bildungseinrichtungen, die Daten zentral verwalten möchten. Nutzer können auf relevante Dokumente zugreifen und die integrierte Kamera verwenden, um Bilder direkt auf dem Netzlaufwerk zu speichern. Dadurch wird der Datenschutz verbessert, da keine separate Kamera-App erforderlich ist.
Beim Single Sign-On (SSO) gibt es unter Android Enterprise Unterschiede zu iOS: Die SSO-Zugangsdaten werden direkt in der Relution Files App hinterlegt. Eine automatische Übergabe über den Relution Agent ist nicht möglich, da der Relution Shared Device Login unter Android Enterprise nicht unterstützt wird.
Java-Version 21 erforderlich
Ab Relution 5.35 ist Java 21 erforderlich. Relution 26.0 ist mit älteren Java-Versionen nicht mehr kompatibel. Bei der empfohlenen Docker-Installation erfolgt das Update automatisch, es besteht kein Handlungsbedarf.
Wer Relution nativ betreibt, muss Java gegebenenfalls aktualisieren. Wir weisen zudem darauf hin, dass die native Installation mittelfristig nicht mehr unterstützt wird (wie auf dem Summit 2025 angekündigt) und empfehlen den Umstieg auf eine Docker-basierte Installation.
Das Changelog zum Release finden Sie hier.
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