Motivation

Im Zuge der Digitalisierung des Bildungswesens beschäftigen sich immer mehr Schulen mit der Einführung von Tablets. Die Einsatz-möglichkeiten sind vielfältig: Tablets ermöglichen einen interaktiven, lebendigen Unterricht mit digitalen Ausflügen ins Internet und die Verwendung interaktiver Lerninhalte, die mittlerweile in zahlreichen Apps angeboten werden. Es braucht nicht viel Vorstellungskraft um zu verstehen, dass der gute alte Computerraum mit seinen stationären PCs wohl keine große Zukunft mehr haben wird.

Willkommen im digitalen Klassenzimmer! Erfahren Sie worauf es bei der Einführung von Tablets im Schulbetrieb ankommt. Nachfolgend zeigen wir Möglichkeiten zur effizienten Verwaltung auf und fassen die wesentlichen Anwendungen und Funktionen zusammen.

Anwendungsszenarien

Beim Tablet-Einsatz an Schulen finden grundsätzlich zwei Formen Anwendung:

1. Klassensätze in Schulen

In der Regel besteht diese Variante aus einem oder mehreren Klassensätzen mit einer Auswahl von Tablets, die von den Lehrern in passenden Rollkoffern zum Unterricht in die Klassen mitgebracht werden. Die Tablets werden an die Schüler verteilt und nach Unterrichtsende wieder eingesammelt.

Aus IT-Sicht ergibt sich bei diesem 1:n-Szenario die Herausforderung, die Tablets mit einem einheitlichen Software-Stand auszurüsten, einige Sicherheitsrichtlinien einzustellen und bei Bedarf die erstellten Daten einfach löschen zu können. Ein schultaugliches Tablet-Management-System, auch Mobile Device Management (MDM) genannt, muss hierfür die entsprechenden Funktionen bereitstellen:

» Automatisches Enrollment der Geräte (Inventarisierung) via Apple DEP und Samsung KME - Mehr erfahren
» Verteilen von Apps auf die Geräte durch Push-Verfahren inklusive Updates - Mehr erfahren
» Zentrales Konfigurieren der Geräte, z.B. WLAN, Kiosk-Modus, Einschränkungen von Gerätefunktionen, etc. - Mehr erfahren
» Sperren und Entsperren der Geräte etwa bei Verlust, Löschen und Wiederherstellen
» Betriebssystem-Updates steuern und zeitbestimmt ausführen
» Anbindung an schuleigene Server zur Authentifizierung (LDAP, AD)
» Dateiablage auf eingerichteten Server-Shares (WebDAV, Samba) - Mehr erfahren
» Mehrbenutzermodus zur komfortablen Nutzung von Klassensätzen (Login) - Mehr erfahren
» Didaktische Konsole für den Lehrer zur Unterrichtssteuerung

Je nach Betriebssystem des Tablets (Apple iOS, Google Android) stehen zur Durchführung des Unterrichts verschiedene Funktionen zur Verfügung. Mit der Apple Classroom App können Lehrer gezielt Inhalte auf Schüler-Geräten von Apple aufrufen und bei Bedarf die Tablets einschränken und überwachen. Bei Android-Geräten bietet Samsung eine ähnliche Funktion an.

2. Ein Tablet pro Schüler

Beim zweiten Szenario hat jeder Schüler ein "eigenes“ Tablet, das entweder von der Schule gestellt oder in einem Leasing-Modell von den Eltern (mit-)finanziert wird. Hier ergeben sich automatisch weitere Anwendungsmöglichkeiten, etwa das dauerhafte, fächerübergreifende Arbeiten mit dem Tablet oder auch das Nutzen des Tablets außerhalb der Schule.

IT-seitig muss beim 1:1-Szenario zwischen den verschiedenen Betriebsarten "Unterricht" und "Freizeit" unterschieden werden. Im Unterricht ist natürlich die Schule für das Absichern und Betreiben des Tablets verantwortlich. Außerhalb des Schulgebäudes soll der Schüler das Tablet möglichst vielseitig nutzen können, etwa zum Spielen und Kommunizieren mit Freunden, was während des Unterrichts selbstverständlich nicht möglich sein sollte. Das MDM-System muss daher in der Lage sein, zwischen diesen Betriebsarten hin- und herschalten zu können, entweder zeit- oder ortsgesteuert.

Außerhalb der Schulzeiten sind in vielen Fällen auch die Eltern daran interessiert, eine gewisse Kontrolle über das Tablet ihres Kindes auszuüben, etwa die Nutzung zeitlich oder inhaltlich einzuschränken. Dazu gibt es zum MDM-System passende Eltern-Apps, die diese Kontrolle ebenfalls ermöglichen.

Relution for Education

Relution for Education ist eine Tablet-Management-Software speziell für Schulen und Lehrbetriebe und deckt beide oben beschriebenen Szenarien sowohl für Android-Tablets (bevorzugt Samsung) als auch für iPads ab. Durch seine Mandantenfähigkeit können z.B. alle Schulen eines Schulträgers bequem von einem einzigen Server aus bedient werden. Dank seiner intuitiven Oberfläche kann das Tablet-Inventar ohne große Einarbeitung verwaltet, abgesichert, konfiguriert und verteilt werden.

Organisationsstruktur

Relution baut auf einem Organisationsmodell auf, das die Mandantenfähigkeit des Systems sicherstellt. Es gibt eine übergeordnete Ebene, die sogenannte „Store-Orga“, die einen App-Store zur Verfügung stellt. Sie hat damit die globale Kontrolle über alle Apps.

Benutzer sehen ausschließlich die Apps, die für ihre Orga (Schule) freigegeben sind. Pro Schule gibt es einen oder mehrere „Orga-Admins“. Sie sind für den App-Freigabeprozess auf Schulebene verantwortlich. Zur Freigabe stehen dabei alle neuen App-Versionen zur Verfügung, die in der Store-Orga für diese Schule freigegeben wurden.

Unterrichtssteuerung

Um Relution für den Schuleinsatz nutzen zu können wird eine Education-Lizenz benötigt. In dem Relution Portal lassen sich dann unter „Geräte“ -> „Education“ Klassen anlegen, indem ein entsprechender Eintrag mit Namen der Klasse sowie zugewiesene Lehrer und Schüler (Nutzer) vorgenommen wird. Dies kann auch automatisch per LDAP-Import nach Anbindung aus dem schuleigenen Server erfolgen.

Sobald eine Klasse angelegt ist stehen diese Information der Apple Classroom App zur Verfügung. D.h. beim Anlegen einer Klasse in Relution werden alle Tablets der Klasse automatisch so konfiguriert, dass die Apple Classroom App funktioniert. Unter folgendem Link existiert eine detaillierte Beschreibung dieser Funktionalität: Relution und Apple Classroom

Lehrerkonsole

Als Erweiterung zu den Funktionen der Apple Classroom App kommt die Lehrerkonsole innerhalb der Relution App zum Einsatz. Sie erhält ihre Konfiguration ebenfalls über die in Relution angelegten Klassen. Sobald eine Education Lizenz hinterlegt ist erhält der Lehrer in der Relution App einen zusätzlichen Menüpunkt „Unterricht“ über den die Lehrerkonsole bereitsteht.


Zu den zusätzlichen Funktionen zählen unter anderem:

» Definition von Unterrichtsprofilen zur Unterrichtsvorbereitung bestehend aus Apps, Weblinks und Einschränkungen
» Auswahl von zur Verfügung stehenden Klassen aus dem Relution Portal und Verknüpfung mit entsprechenden Unterrichtsprofilen
» Starten und Beenden von Unterrichten inklusive Stundenplan und vordefinierten Unterrichtsstunden


Über das Plus-Symbol lassen sich Unterrichtsprofile anlegen und definieren:


Um einen Unterricht zu starten müssen eine Klasse und ein Unterrichtsprofil ausgewählt werden:


Über die Schaltfläche "Klassenzimmer beitreten" gelangt man zu der Klassenübersicht mit den im Relution Portal zugeordneten Schülern und ihrem entsprechenden Status. Die einzelnen Schüler lassen sich auswählen und entfernen. Die Unterrichtsstunde wird über „Unterricht beitreten“ gestartet. In diesem Schritt kann auch die Länge der Unterrichtseinheit festgelegt werden.


Der Stundenplan hierfür kommt ebenfalls aus dem Relution Portal und wurde vorher unter „Einstellungen“ -> „Stundenplan“ definiert:

Sobald der Unterricht gestartet ist werden auf den Geräten der Schülerinnen und Schüler die entsprechenden Apps installiert und auf eine Whitelist gesetzt, Weblinks erstellt sowie Einschränkungen ausgeführt, die im angewendeten Unterrichtsprofil definiert wurden.

So erhalten Schüler nur die für die jeweilige Unterrichtsstunde relevanten Apps, Inhalte und Funktionen. Alle nicht gewünschten Anwendungen und Funktionen der Schülergeräte stehen für die Unterrichtseinheit nicht zur Verfügung. Des Weiteren gilt es zu beachten:

» Ein Lehrer kann nur eine aktive Unterrichtsstunde durchführen
» Ein Schüler kann nur an einer aktiven Unterrichtsstunde teilnehmen
» In der Lehrerkonsole definierte Einschränkungen überschreiben Einschränkungen in der angewandten Geräterichtlinie

Die Unterrichtsstunde wird automatisch beendet, wenn die gewünschte Endzeit erreicht ist. Andernfalls kann der Unterricht manuell beendet werden, indem die Schaltfläche „Unterricht stoppen“ betätigt wird. Nachdem ein Unterricht gestoppt wurde, werden die aktiven Schüler- und Lehrergeräte deaktiviert. Weblinks werden entfernt und die Einschränkungen inklusive Whitelist werden aufgehoben. Im Mehrbenutzermodus (1:n-Szenario) werden installierte Apps nach dem Unterricht wieder entfernt. Beim 1:1-Szenario bleiben installierte Apps auf dem Gerät erhalten.

Mit Relution for Education lässt sich im digitalen Klassenzimmer ein interaktiver Unterricht mit aufmerksamen Schülern garantieren, der gleichzeitig die Medienkompetenz fördert. Als datenschutzkonformes Tablet-Management-System können Schulträger und Schulen so einen reibungslosen Unterricht mit geringem administrativem Aufwand gewährleisten.

Datenschutzstandards

Das System gewährleistet die Einhaltung geltenden Datenschutzrechts wie der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bei einfacher Bedienung und großen Leistungsumfang. Relution wird in Deutschland entwickelt und betrieben – wahlweise als Cloud-Lösung, zur Installation in der Schule oder beim Schulträger.

Einrichten

Erfahren Sie wie Relution in 4 einfachen Schritten eingerichtet wird:

» Schritt 1: Geräte einschreiben
» Schritt 2: Richtlinien vergeben
» Schritt 3: Regelwerke definieren (optional)
» Schritt 4: Aktionen ausführen

Mobile Device & App Management mit Relution

Kostenlos und zeitlich unbegrenzt für bis zu 5 Geräte & 5 Apps. Keine Zahlungsinformationen notwendig.